Vom Objekt zum System

Was in Birmingham realisiert wurde, ist mehr als ein Pilotprojekt. Werden Daten konsequent integriert und Prozesse digital abgebildet, verschmelzen physische Infrastruktur, Maschinen und Automatisierungssysteme zu einem vernetzten Ganzen. Betriebsabläufe, Wartung und Energieverbrauch lassen sich zentral steuern, Optimierungen können virtuell getestet werden und Anpassungen erfolgen auf Basis von Echtzeitinformationen. Damit entsteht ein neues Verständnis von Automatisierung. Nicht mehr nur Maschinen oder Prozesse werden intelligent gesteuert, sondern auch ihre Umgebung. Energie, Wartung und Betrieb werden Teil derselben Datenlogik. Das Gebäude selbst wird zum Akteur, der Informationen bereitstellt, Entscheidungen unterstützt und auf Veränderungen reagiert.

Gerade für Unternehmen mit bestehenden Produktionsanlagen birgt dies neue Möglichkeiten. Anstatt in teure Neubauten zu investieren, können Bestandsgebäude Schritt für Schritt digitalisiert und in die Automatisierungsstrategie integriert werden. Der Ansatz in Birmingham beweist, dass Datenintegration, Simulation und Optimierung auch unter realen Bedingungen praktikabel und wirtschaftlich sinnvoll umgesetzt werden können.

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