Die Produktion erfolgt auftragsbezogen und abgestimmt auf die speziellen Anforderungen der internationalen Märkte. Das bedeutet für die unterschiedlichen Varianten für Baureihen, Modelle, Design und Anschlusswerte einen hohes Maß an Flexibilität. Um den hohen Qualitätsansprüchen und der Effizienz gerecht zu werden, suchte Miele nach einem Softwaresystem für die Fertigung, das sämtliche benötigten Informationen echtzeitbasierend am richtigen Ort zur Verfügung stellt. Das Softwarepaket muss auf einem Standard Windows-Rechner laufen und das Bedienen und Beobachten der Anlagen ausschließlich über einen Web-Browser erfolgen. Um die vielen unterschiedlichen Anforderungen der Fertigung und der Gebäudetechnik mit einer Lösung abzudecken, muss für die Informationsbeschaffung eine Ankopplung an die unterschiedlichsten Systeme zur Verfügung stehen. Hierzu zählen das SAP-System und die SQL-Datenbanken, die die produktionsrelevanten Daten zur Verfügung stellen. Auf der Automatisierungsebene werden Schnittstellen zu den unterschiedlichen Steuerungen (Siemens S7, Beckhoff Controller) benötigt. Auftragsbezogene Fertigung mit SAP-Anbindung Die auftragsbezogene Fertigung im Werk Oelde wird mit einem SAP R/3-System realisiert. Die produktionsrelevanten Informationen werden von R/3 in eine Datenbank geschrieben. Diese Datenbank enthält die Bestückungsinformationen für den jeweiligen Backofen an den einzelnen Arbeitsplätzen in der Montagelinie. Über die Anbindung an die Feldbusebene mit unterlagerten Siemens Simatic-Steuerungen werden die Bestückungsdaten zum Takt des Montagebandes aus der Datenbank ausgelesen. Diese Bestückungsdaten werden über einen echten Thin-Client an dem jeweiligen Montageplatz angezeigt. Jeder Mitarbeiter sieht somit sofort, was in dem vorliegenden Gerät eingebaut werden muss. Ändert sich die Bestückungsliste aufgrund eines anderen Modells, wird dies dem Mitarbeiter am Bildschirm angezeigt und zusätzlich akustisch signalisiert. Durch die Einführung von Wizcon Supervisor werden Fehler auf Grundlage von falsch eingebauten Teilen von vornherein vermieden. Trotz hoher Flexibilität wurde die Fehlerquote deutlich gesenkt. Aufgrund der in Wizcon Supervisor integrierten Webtechnologie entfällt für die Anzeige-Clients jeglicher Aufwand für die Installation und Wartung der Applikation. Ein wichtiger Aspekt sind die relevanten Informationen für den Produktionsleiter. Von seinem Büro aus kann er auf einen Blick erfahren, wie der derzeitige Anlagenzustand aussieht. So werden z.B. Störungen in der Anlage direkt angezeigt. Die aktuellen Arbeits- und Pausenzeiten werden vom Anlagenfahrer gepflegt und in Wizcon Supervisor eingegeben. Durch die Taktzeiten kann die zu erwartende Tagesproduktion direkt abgelesen werden. Automatisch erzeugte Reports Die webbasierte \’all in one\‘-Reportinglösung liefert eine integrierte Kommunikation zu Wizcon Supervisor und ermöglicht einen Zugriff auf die komplette Wizcon Datenbasis. Während der Produktion werden automatisch Reports über die tatsächliche Produktionsmenge und eventuell aufgetretene Fehler erzeugt. Der Schichtführer hat somit die Möglichkeit, bei Bedarf sofort einzugreifen. Weiterhin werden für jede Montagelinie Tages-, Wochen- und Monatsprotokolle erzeugt, die ebenfalls über einen Standardbrowser einsehbar sind. Durch die Bildung von Key Performance-Indicators können die einzelnen Montagelinien miteinander verglichen und Rückschlüsse für mögliche Optimierungen zur Produktionssteigerung gewonnen werden. Sicherheit und schnelle Reaktionzeiten Ein weiterer wichtiger Prozess ist das Management von Störmeldungen sowie die Störungsbehebung. Wizcon Supervisor liefert ein integriertes erweitertes Alarmmanagement, das die Störmeldungen in Sprachnachrichten umwandelt und über einen Bereitschaftsplan an das zuständige Personal weiterleitet. Der aufgetretene Alarm kann dann direkt per Telefon bestätigt werden. Der Schichtleiter bekommt sofort die entsprechende Rückmeldung und weiß, dass die Störmeldung an das zuständige Personal weitergeleitet und auch aufgenommen wurde. Dadurch gelingt es, Reaktionszeiten erheblich zu verbessern und damit Ausfallzeiten zu minimieren. Energieeffizienz durch intelligente Gebäudetechnik Auch für die Gebäudeleittechnik kommt Wizcon Supervisor zum Einsatz. Dass Gebäude- und Industrieautomation immer mehr zusammen wachsen, hat viele Vorteile. Produktionsdaten können direkt weiterverarbeitet und der Gebäudeautomation zur Verfügung gestellt werden. Miele hat sich für Wizcon Supervisor entschieden, da diese Lösung sämtliche Anforderungen in den beiden Bereichen abdeckt. So liefert Wizcon z.B. einen Zeitschaltplaner und eine vollständige BACnet-Integration. Über den Zeitschaltplaner wird das Licht automatisch zu den Pausenzeiten im Produktionsbereich abgeschaltet. Im Gegenzug werden in den Pausenräumen das Licht und die Lüftung eingeschaltet. Angesichts ständig steigender Energiepreise ist Energiecontrolling ein immer wichtigeres Thema. Bei Miele werden Energieverbräuche automatisch erfasst und über eigene Reports ausgewertet. Die daraus gewonnenen Kenntnisse und eingeleiteten Maßnahmen führten zu einer deutlichen Reduzierung der Energiekosten. Fazit Die Entscheidung ist zugunsten von Wizcon Supervisor gefallen, weil die hohen Anforderungen aus den unterschiedlichen Gewerken mit einer Lösung abdeckt werden. Das System wird als offene, webbasierte Lösung angeboten. Durch die vollständig integrierte Webtechnologie brauchen sämtliche Bedien- und Anzeigegeräte nur mit einem Standardbrowser ausgestattet werden. Dies spart Kosten und administrativen Aufwand. Die Offenheit bietet Möglichkeit, die Applikationen selbst zu erstellen und zu pflegen oder diese Aufgaben an andere Firmen zu vergeben. Durch die Softwarelösung konnte nachweislich die Effizienz der Produktionsanlagen gesteigert werden. Rückschlüsse aus den Reports dienten zur Optimierung der Anlagen und deckten in der Gebäudetechnik weitere Einsparpotenziale auf.
Wizcon Supervisor: Webbasierte Lösung für Fertigung und Gebäude
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