Gut verpackt

 Umreifung durch das Coilauge: Stahlketten von Tsubaki 
Kabelschlepp führen die Motorleitungen und Gasschläuche für das Umreifungsaggregat.
Umreifung durch das Coilauge: Stahlketten von Tsubaki Kabelschlepp führen die Motorleitungen und Gasschläuche für das Umreifungsaggregat.Bild: Tsubaki Kabelschlepp GmbH

Packstücke aus der Metall-, Stahl- und Holzverarbeitung, der Faser- und Baustoffindustrie oder der Lebensmittel- und Getränkeindustrie müssen für den internationalen Transport bestmöglich verpackt und gesichert werden. Dafür sorgen in vielen Fällen vollautomatische Umreifungssysteme am Ende der Produktionslinien. Eine Umreifung mit Bändern aus Kunststoff oder Metall ermöglicht eine sichere Fixierung der Transportgüter – egal ob sie ihre Reise per LKW, Schiff oder Bahn zurücklegen und egal wie oft sie dabei unter nicht optimalen Bedingungen umgeladen werden.

Ein Beispiel: Umreifungsanlagen können zum Verpacken von Spaltbandringen aus Stahl, Kupfer oder anderen Metallen zum Einsatz kommen. Spaltbandringe werden in Stahl-Service-Centern aus den bis zu 40 Tonnen schweren, in Walzwerken produzierten Coils hergestellt. Dazu werden die gewaltigen Coils in Längsteilanlagen in leichter zu verarbeitende Scheiben unterschiedlicher Stärke aufgeteilt. Diese werden von den Kunden der Stahl-Service-Center meist in Stanz-Biegeautomaten zu Federn, Schrauben oder anderen Metallteilen, beispielsweise für die Elektroindustrie oder den Automobilbau, weiterverarbeitet.

Transportiert werden die immer noch mehrere Tonnen schweren Spaltbänder einzeln oder paketweise auf Paletten. Zur Transportsicherung durchlaufen sie zuvor zwei Umreifungsanlagen, in denen die Spaltbandringe zunächst außen im Umfang und anschließend durch das Coilauge hindurch mit mehreren Stahlbändern umreift werden. Nur so ist sichergestellt, dass sich die Spaltringe beim späteren Handling, beispielsweise durch einen Gabelstapler mit Coilgreifer, nicht trichterförmig aufziehen. Den zentralen Arbeitsschritt, das Umreifen, erledigt das sogenannte Umreifungsaggregat, das beweglich an einem Ausleger montiert ist. Neben der Umreifung übernimmt dieses Aggregat auch den sicheren Verschluss der angebrachten Ringe aus Kunststoff- oder Stahlband, beispielsweise mittels berührungsloser WIG-Schweißtechnik mit einer Wolfram-Elektrode und Inertgas.

 Das Grundgestell der Umreifungsanlage ist für unterschiedliche Ringdurchmesser 
verfahrbar. Die Leitungen laufen auch hier in Energieführungen aus Stahl.
Das Grundgestell der Umreifungsanlage ist für unterschiedliche Ringdurchmesser verfahrbar. Die Leitungen laufen auch hier in Energieführungen aus Stahl.Bild: Tsubaki Kabelschlepp GmbH

Strom- und Gasleitungen in einer Kette

Neben der Verkabelung für die Antriebsmotoren muss das beweglich am Ausleger montierte Umreifungsaggregat über Schläuche auch mit dem Schutzgas für das integrierte Schweißgerät versorgt werden. Zuverlässigen Schutz für Leitungen und Gasschläuche sowie die Möglichkeit alle Medien gemeinsam zu führen, bieten die Stahlketten der Serien S/SX oder LS/LSX von Tsubaki Kabelschlepp. Länge, Breite und genaue Ausführung der Ketten lassen sich dabei an die Spezifika der jeweiligen Anlage exakt anpassen.

Der Kettenwerkstoff Stahl bewährt sich häufig bei dieser Anwendung, da viele Umreifungssysteme in rauen Arbeitsumgebungen – beispielsweise im Heißbereich von Stahlwerken oder in der Betonsteinindustrie – eingesetzt werden. Aber auch Kunststoffketten, beispielsweise aus der Robotrax-Serie, können eine gute Lösung sein. Damit der Maschinenbauer jeweils die richtige Wahl trifft, stehen ihm die Experten von Tsubaki Kabelschlepp beratend zur Seite.

 Kabel und Gasschläuche des Umreifungsaggregates werden in den Stahl-Energieführungen S 0650 und S 0950 (im Bild) geführt.
Kabel und Gasschläuche des Umreifungsaggregates werden in den Stahl-Energieführungen S 0650 und S 0950 (im Bild) geführt.Bild: Tsubaki Kabelschlepp GmbH

Stahlketten – zuverlässig unter allen Umständen

„Kabelschlepp-Energieführungen aus Stahl wurden speziell für große freitragende Längen mit hohen mechanischen Beanspruchungen oder Leitungen mit hohem Eigengewicht entwickelt“, erläutert Marco Strunk, Industry Manager Intralogistics bei Tsubaki Kabelschlepp. „Darüber hinaus sind die Ketten aus Stahl die erste Wahl für den Einsatz unter rauen Bedingungen, wie sie bei den Umreifungsmaschinen keine Seltenheit sind. Hohe Umgebungstemperaturen wie in der Metall- und Stahlverarbeitung oder extreme Umgebungseinflüsse durch Staub und Schmutz wie in der Betonsteinindustrie stellen unsere langlebigen Stahlketten vor keinerlei Probleme.“

Die Ketten werden grundsätzlich aus verzinktem Stahl oder – bei noch höheren Anforderungen – aus rostfreiem Edelstahl gefertigt. In der Regel sind sie mit Stegen aus Aluminium ausgestattet, die sich in beiden Fällen in einem 1-Millimeter-Breitenraster präzise an die jeweilige Applikation anpassen lassen. Die Stege übernehmen zwei zentrale Aufgaben: Sie bilden die mechanische Verbindung zwischen den Kettenbändern und sind zugleich die unmittelbaren Berührungs- und Reibungspunkte mit den Leitungen, die in den Ketten geführt werden. Ihr Reibungskoeffizient hat damit entscheidenden Einfluss auf die Lebensdauer der Leitungen und die Zuverlässigkeit des gesamten Energieführungssystems.

 Mit der Serie LS/LSX stellt Tsubaki Kabelschlepp dem Anwender preisgünstige Stahlketten in einer gewichtsoptimierten Ausführung zur Verfügung.
Mit der Serie LS/LSX stellt Tsubaki Kabelschlepp dem Anwender preisgünstige Stahlketten in einer gewichtsoptimierten Ausführung zur Verfügung.Bild: Tsubaki Kabelschlepp GmbH

Große Auswahl an Trennstegen

Abhängig vom jeweiligen Einsatzbereich und den dort auftretenden Belastungen bietet Tsubaki Kabelschlepp unterschiedliche Stegvarianten aus einer Aluminium-Legierung an. Die Stegvarianten RS 1 mit schnell lösbarem Profilstab außen oder innen und RS 2 mit verschraubten Profilstäben lassen sich mit allen Stahlketten kombinieren. Für starke Beanspruchungen gibt es darüber hinaus den Typ RV, einen Aluminium-Rahmensteg in verstärkter Ausführung.

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