Das Konzept eines Biogas-Blockheizkraftwerks überzeugte die Verantwortlichen des Kurortes Bad Bocklet – sowohl in wirtschaftlicher als auch in ökologischer Hinsicht: In der Biogasanlage werden ausschließlich pflanzliche Stoffe zu Biogas verarbeitet. Im Blockheizkraftwerk wird aus den pflanzlichen Stoffen umweltfreundlich Wärme und Strom gewonnen. E.ON Bayern Wärme hat das Biogas-Blockheizkraftwerk gebaut und betreibt das Wärmenetz. Rund 12.000t an nachwachsenden Rohstoffen (vor allem Mais) benötigt die Biogasanlage pro Jahr, um ca. 4.700MWh Strom zu erzeugen, die E.ON Bayern Wärme in das Netz einspeist. Damit deckt das Blockheizkraftwerk (BHKW) rund ein Drittel des gesamten Jahresstrombedarfs der Haushalte und Gewerbebetriebe in Bad Bocklet mit regenerativer Energie ab. Gleichzeitig werden rund 3.200MWh Wärme für die Beheizung der Kuranlagen, von Hotels, einer Apotheke und eines privaten Wohnhauses produziert. Offene, hardwareunabhängige Lösung Die Biogasanlage umfasst die Bereiche Fermenter, Nachgärer und Gärproduktlager, in denen die Silage aus Mais oder anderem Biomaterial verarbeitet wird. In diesem Gärprozess entsteht aus der Biomasse ein methanreiches Gas, das einem Verbrennungsmotor als Treibstoff zugeführt wird. Die mechanische Leistung an der Motorwelle wird in elektrische Leistung umgewandelt und in das Stromnetz eingespeist. Die Abwärme des Motors im Abgas und im Kühlwasser wird in das Fernwärmenetz eingespeist und kann so zum Heizen verwendet werden. Für die Abbildung und Kontrolle der Energieerzeugung und der Energieverteilung setzt E.ON Bayern Wärme die Software zenon von Copa-Data ein. Martin Schütze, Projektleiter bei der E.ON Bayern Wärme GmbH in Bayreuth, und seine Kollegen entschieden sich u.a. für dieses Produkt, da es sich um eine offene Lösung handelt und der Energiekonzern jegliche Hardware als Plattform nutzen kann. In der Prozesstechnik Kropf GmbH fand der Energiekonzern einen Partner für die Umsetzung des gesamten Projekts. Somit hat E.ON Bayern Wärme alle wichtigen Informationen im Blick: Die Betreiber können alle Anlagenkomponenten bedienen und alle Prozesse der Energieerzeugung und -verteilung überwachen. zenon visualisiert und überwacht im Blockheizkraftwerk in Bad Bocklet die notwendigen Informationen zu Prozessen, Aggregaten und Maschinen sowie Ereignissen, Alarmen und Zuständen. In der Menüleiste können die Anwender einzelne Komponenten anwählen, beispielsweise den Dampfkessel, den Heizkessel, die Frischwassererwärmung, Differenzdruckregler, Verteiler, Regelparameter und Zeitschaltprogramm. Das Prozessleitsystem liefert nicht nur Informationen zum aktuellen Zustand – die Lösung schafft die Basis für einen reibungslosen Anlagenbetrieb. Planungssicherheit und Kontrolle Die Prozesse werden nicht nur dargestellt und überwacht, sie werden auch dokumentiert, analysiert und anschließend archiviert. Hierfür nutzt E.ON Bayern Wärme das Modul \’Erweiterter Trend\‘, das Alarmmanagement und den Archivserver. Alarmliste, Ereignisliste und Reportauswertungen stehen dem Betreiber der Anlage zur Verfügung, um nicht nur die aktuelle Situation zu beobachten, sondern auch die Langzeitaufzeichnungen zu bewerten. So kann der Bediener aufgrund des Moduls \’Erweiterter Trend\‘ nicht nur sehen, welche Werte die Anlage liefert, sondern auch wie sie zusammenhängen und wie sich die Effizienz der Anlage entwickelt. \“In Zeiten, in denen die Optimierung der Betriebskosten sowie ein umfassendes Controlling immer mehr an Bedeutung gewinnen, ist es wichtig, dass Analysen und Informationen, die den Anlagenbetrieb beschreiben, jederzeit und überall im Detail zur Verfügung stehen. zenon bietet für unsere Anforderungen genau diese Analysemöglichkeiten, die immer einen reibungslosen Betrieb sicherstellen\“, erläutert Martin Schütze. Zugriff jederzeit und überall E.ON Bayern Wärme nutzt auch den zenon-Web-Server, um Produktionsdaten unternehmensweit zu veröffentlichen. Der zenon-Web-Server bringt die Projekte 1:1 ins Internet. Für den Transfer sind keinerlei Projektanpassungen erforderlich. Alle Bilder und Informationen stehen online zur Verfügung. Der Web-Client bietet dasselbe \’Look & Feel\‘ wie die zenon Runtime. Wenn sich ein Projekt ändert, steht der Projektabgleich auch online zur Verfügung. Das heißt, dass alle Mitarbeiter unternehmensweit jederzeit auf dem aktuellen Stand sind. E.ON Bayern Wärme nutzt für das Biogas-Projekt in Bad Bocklet auch den Remote Desktop. Damit können sich die Mitarbeiter – Instandhaltung und Wartung – auch am Wochenende einloggen und die Anlage überwachen. Da der vollständige Kurbetrieb in Bad Bocklet von einer zuverlässigen Energieversorgung abhängt, ist der sichere Betrieb rund um die Uhr eine Notwendigkeit. Für die verantwortlichen Mitarbeiter bietet zenon neben mehr Sicherheit auch mehr Komfort. Energie-Spezialist Martin Schütze kommentiert: \“Die allgemeine Betriebskontrolle, die Fernwartung, die Analyse und das sichere Alarmmanagement sind für unsere Energieerzeugung und -verteilung von großer Bedeutung. Meine langjährige Erfahrung im Anlagenmanagement hat gezeigt, dass zenon von Copa-Data eine Lösung ist, die die Aufgaben für den sicheren und effizienten Betrieb der Anlage bewältigen kann.\“ Überblick über prozessrelevante Kenngrößen zenon sorgt dafür, dass eine vorbeugende Instandhaltung und Wartung sowie die betriebswirtschaftliche Auswertung der Energieerzeugung und Energieverteilung möglich ist. Für den ökonomischen Betrieb und die richtige Versorgung des Kurortes sind ein starkes Alarmmanagement sowie ein integriertes Konzept für die Remote-Überwachung essenziell. Kasten 1: Die zenon-Vorteile im Überblick Übersichtliche Darstellung: Die Anlage ist von der Komplettübersicht bis zu kleinen Details erfasst. Der Anwender hat alle wichtigen Daten sofort im Blick. Detaillierte Analysemöglichkeiten: Die umfassende Datenerfassung und Auswertung ermöglichen es, die Anlage zu verbessern. Auch versteckte Optimierungspotenziale werden offensichtlich (z.B. Fernwärmedruck). Offenes System: zenon ermöglicht die Datenzusammenführung verschiedener Systeme sowie die einfache Integration neuer Komponenten. Hardwareunabhängigkeit: Der Produkteinsatz verschiedener Hersteller gewährleistet zum einen geringere Kosten und zum anderen eine höhere Investitionssicherheit. Einfache und leistungsstarke Skalierung: Steigende Anforderungen lassen sich leicht und effizient umsetzen. Umfassender Fernzugriff:
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