Der Betriebsstundenzähler zeichnet die Zeiten, in denen sich die Spindel in vorgegebenen Drehzahlbereichen befindet, automatisch auf. Die Drehzahlen sind für insgesamt sieben Bereiche individuell konfigurierbar. Dem Anwender bietet sich dadurch die Möglichkeit, die Serviceintervalle einer Werkzeugspindel maximal auszunutzen. Mit Hilfe des Datenloggers werden die Temperatur des Gebers und Daten zum Spindelverhalten erfasst. Je nach Kundenanforderung können z.B. Werkzeugwechsel, Crash-Fahrten oder bestimmte Beschleunigungsrampen registriert werden. Informationen zur Spindel können im Speicher des Gebers hinterlegt werden. Erstmals kann so der Anwender durch die Analyse der Werte des Betriebsstundenzählers und des Datenloggers eine individuelle Bewertung des Spindelverhaltens vornehmen. Die Ergebnisse ermöglichen Rückschlüsse für eine optimale Prozessführung bzw. die technische Auslegung der Spindel. Die Kommunikation mit dem Geber über die Anschlussleitung gestattet eine einfache Montage der Geber. Die Belegung der zwölf- bzw. 17-poligen Standardsteckverbinder mit den Gebersignalen und den Temperaturleitungen wird nicht geändert und es werden auch keine zusätzlichen Verbindungsleitungen zum Geber benötigt. Selbst im eingebauten Zustand des Gebers bzw. der Spindel in der Maschine ist die Änderung bzw. Optimierung der Geberparameter wie Amplitude, Offset oder Phasenverschiebung der Signale möglich. Ferner gestattet die Kommunikationsschnittstelle die Konfiguration des Betriebsstundenzählers, Datenloggers sowie des automatischen Selbstabgleiches der Gebersignale. Alle im Geber erfassten Werte inkl. der Signalparameter können zu einem beliebigen Zeitpunkt oder online abgefragt und auch – je nach Zugangsberechtigung – modifiziert werden. Der automatische Selbstabgleich garantiert optimale Gebersignale und erhöht dadurch die Positioniergenauigkeit der Spindel deutlich. Die Parameter für den automatischen Selbstabgleich sind bei Auslieferung im Geber voreingestellt. Neben dem Zahnraddrehgeber stehen optional weitere Geräte und Software zur Initialisierung und Kommunikation mit dem Geber zur Verfügung. Gleichfalls kann damit eine detaillierte Darstellung, Analyse und Dokumentation des Geberverhaltens z.B. für die Qualitätssicherung vorgenommen werden. So erlauben die digitalen Kalibrier- und Messboxen DCMU24P und DCMU32PM eine Echtzeitanalyse der Geberausgangssignale bis zu einer Drehzahl von über 60.000 1/min. Eine Überprüfung der Messzahnräder bezüglich Höhenschlag und eventueller Defekte ist mit der Box problemlos machbar. Für den Endanwender steht eine preiswerte USB-Leseeinheit für die im Geber abgespeicherten Daten zur Verfügung. Neu ist die Möglichkeit zur Erfassung der Gebersignale im Störfall durch interne oder externe Triggerfunktionen. Die Geber sind kompatibel zu allen am Markt verfügbaren Messzahnrädern mit einem Modul 0,3 oder 0,5 und sind \’safety integrated\‘ zertifiziert.
Serviceintervalle maximal nutzen
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