Hersteller von Maschinen und Anlagen, auswechselbaren Ausrüstungen, Sicherheitsbauteilen oder Lastaufnahmemittel sowie unvollständiger Maschinen sind verpflichtet, Risikobeurteilungen zu erstellen. Diese weisen die Konformität des Produktes mit EG-Richtlinien nach. Zudem sollen sie die Sicherheit von Maschinen steigern, indem Gefährdungen, die bei der Entwicklung erkannt werden, beseitigt oder gemindert werden. \“Die Risikobeurteilung sollte demnach so früh wie möglich im Entwurfsstadium durchgeführt werden. Andernfalls lassen sich nötige Änderungen nur mit hohem technischen und finanziellen Aufwand umsetzen\“, erläutert Peter Strobelberger, Vertriebsexperte bei der Docufy GmbH. Die Risikobeurteilung sowie das anschließende Erstellen einer Konformitäts- bzw. Einbauerklärung sind Voraussetzungen für die CE-Kennzeichnung eines Produktes. Zudem gehen Unternehmen, die keine Risikobeurteilungen erstellen, hohe Kosten- und Haftungsrisiken ein. \“Im Schadensfall muss der Hersteller sofort die Risikobeurteilung vorlegen können. Andernfalls kann es sein, dass er für entstandene Schäden haften muss\“, erläutert Peter Strobelberger. Von der Konstruktion bis zur Demontage Eine Risikobeurteilung stellt alle Unfallrisiken dar, die von einer Maschine ausgehen können. Sie muss daher sämtliche Lebensphasen berücksichtigen – von Montage und Einrichtbetrieb über Normalbetrieb, Wartung und Instandsetzung bis hin zur Außerbetriebnahme und Demontage. \“Je detaillierter die Risiken erfasst werden, desto größer ist die Sicherheit im Schadensfall. Hersteller sollten bei der Risikobeurteilung daher auch vorhersehbare Fehlbedienungen bedenken\“, ergänzt der Experte von Docufy. Die Risikobeurteilung muss für sämtliche Baugruppen durchgeführt werden und beinhaltet folgende Schritte: – Grenzen der Maschine bestimmen – die von der Maschine ausgehenden Gefährdungen ermitteln – Abschätzen der Risiken (Wahrscheinlichkeit und Schwere möglicher Verletzungen) durch die Bewertung des Risikos anhand eines Riskikographen Ziel ist es, Risiken bereits konstruktiv, also ohne Schutzmaßnahmen ergreifen zu müssen, zu mindern. Das Ganze ist ein iterativer Prozess: Nach Umsetzung einer Schutzmaßnahme muss eine erneute Risikobeurteilung erfolgen. Peter Strobelberger erläutert dies anhand einer Kreissäge. \“Gerät der Bediener bei der Arbeit mit der Säge in das Sägeblatt, besteht Lebensgefahr. Der Risikowert liegt damit sagen wir mal bei R20. Daher wird das Sägeblatt bei der Konstruktion mit einer Einhausung versehen. Das hohe Eingangsrisiko könnte damit auf einen Risikowert von R4 gemindert werden, denn es besteht kaum noch eine Verletzungsgefahr.\“ Sämtliche Risiken einer Maschine werden aufgrund aktueller Normen und Richtlinien beurteilt. \“Das ist immer auch eine Gratwanderung. Denn ändern sich Normen oder Richtlinien, wirkt sich das natürlich auf die Risikobeurteilung aus\“, erläutert Strobelberger. Stiefkind Risikobeurteilung Obwohl Maschinenbauer und Zulieferer von Kunden immer häufiger nach der Risikobeurteilung gefragt werden und diese oft sogar Bedingung für einen Auftrag ist, nehmen derzeit viele Unternehmen das Thema noch immer auf die leichte Schulter. Sie erstellen gar keine Risikobeurteilung oder nutzen selbstgestrickte Formulare auf Basis von Excel oder Word. \“Das hat erfahrungsgemäß mehrere Nachteile: Die Dokumentationen sind oft nicht konform mit der aktuellen Maschinenrichtlinie. Und es besteht das Risiko, dass Teile vergessen werden\“, berichtet Strobelberger. \“Viele unterschätzen, welche Konsequenzen es haben kann, wenn sie keine oder fehlerhafte Risikobeurteilungen erstellen. Vielen Unternehmern ist nicht bewusst, dass auch derjenige mit in die Haftung genommen wird, der die Konformitätserklärung unterschreibt. Und hier kann es sogar zu strafrechtlichen Konsequenzen kommen. In der Regel ist das der Geschäftsführer oder Inhaber, und ggf. nicht der CE- oder Risikobeauftragte, der die Risikobeurteilung erstellt hat\“, so Strobelberger. Professionelle Unterstützung Wichtige Basis für das Erstellen einer Risikobeurteilung gemäß Maschinenrichtlinie ist in jedem Fall umfangreiches Know-how über den durchzuführenden Prozess sowie zu aktuellen Normen und Richtlinien. Daher ist es unumgänglich, sich in Seminaren das nötige Fachwissen anzueignen. Auch hier bietet Docufy Unterstützung. Gemeinsam mit Partnern wie z.B. Kothes, Omron oder der Emil Löffelhardt veranstaltet das Unternehmen Seminare und Fachvorträge zum Thema Maschinensicherheit und Risikobeurteilung. Im Mittelpunkt steht dabei die webbasierte Standardsoftware Docufy Machine Safety. Sie beschleunigt das Anfertigen von Risikobeurteilungen und steigert deren Rechtssicherheit. Aufgrund der Konformität mit der DIN EN ISO12100 reduziert sich außerdem das Haftungsrisiko für den Nutzer. \“Unsere Lösung stellt zudem sicher, dass bei der Risikobeurteilung keine wichtigen Punkte vergessen werden und führt den Anwender Schritt für Schritt durch den Beurteilungsprozess gemäß Maschinenrichtlinie\“, erläutert Peter Strobelberger. Darüber hinaus verfügt Docufy Machine Safety über eine Schnittstelle zu Sistema. Damit können Anwender unkompliziert auf die dort hinterlegten Daten zur Berechnung des Performancelevels nach DIN EN ISO13849 für alle steuerungstechnischen Maßnahmen zurückgreifen. Einer der größten Vorteile von Docufy Machine Safety ist, dass die Lösung auch für den Anlagen-, Prototypen- und Sondermaschinenbau genutzt werden kann. Außerdem ist die Software in der Lage, sämtliche Lebensphasen einer Maschine abzubilden. \“Einer unserer Kunden erstellt mit Docufy Machine Safety Risikobeurteilungen für Kläranlagen. Dabei müssen beispielsweise die Risiken beim Reinigen der Pumpen betrachtet und angegeben werden, dass dazu das Tragen eines Schutzanzuges sowie einer Atemschutzmaske nötig ist.\“ Docufy Machine Safety hilft, den Aufwand bei der Erstellung der Risikobeurteilungen zu senken und so Zeit und Kosten zu sparen. Ein größerer Pflegeaufwand entsteht nur in der Anfangsphase, wenn Masterdokumente, Eingangsrisiken und Baugruppen neu angelegt werden. Diese können immer wieder genutzt werden. Nach Abschluss der Beurteilung erzeugt die Software vollautomatisch die Nachweisdokumentation nach DIN EN ISO12100 sowie eine Konformitäts- bzw. Einbauerklärung im PDF-Format. Zudem ist die Lösung modular aufgebaut und die einzelnen Baugruppen werden separat betrachtet. Deren Beurteilungen können als Module wiederverwendet und mit anderen Teilbeurteilungen zu einer Risikobeurteilung für eine andere Maschine kombiniert werden. Anwender, die bei der Einarbeitung in die Software Unterstützung benötigen, erhalten eine telefonische Einweisung von Docufy, bei der parallel am PC eine Risikobeurteilung sowie die Konformitäts- bzw. Einbauerklärung erstellt werden. Kostenloser Test
Risikobeurteilungen einfach und rechtssicher erstellen
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