Am Anfang der Entwicklung einer Steuerungs- und Visualisierungslösung stehen die Planer in der industriellen Automation vor der Aufgabe, die geeignete Kombination aus Hardware, Betriebssystem und Anwendersoftware zusammenzustellen. Bei den PC-basierten Komplettsystemen bekommt man ein aufeinander abgestimmtes System: Sämtliche Hard- und Software ist vorinstalliert und für den sofortigen Gebrauch konfiguriert. Es bietet sich der Vorteil, dass für die Anpassung der oben genannten Systemkomponenten kaum eigenes Know-how und Zeit investiert werden muss. Der Anwender hat eine gemeinsame Engineering-Plattform für die Konfiguration der Hardware, die Programmierung der Steuerungslösung sowie die Visualisierung, was Inbetriebnahme- und Wartungszeiten erheblich verkürzt und Kosten spart. Die Hersteller von Komplettsystemen bieten dem Anwender oftmals die Kombinationsmöglichkeit verschiedener Hardware- und Softwaremodule. Somit bekommt der Kunde eine auf seine Belange zugeschnittene Lösung. Die zielgenaue Integration der verschiedenen Bausteine ermöglicht im Idealfall die für die Anwendung leistungsfähigste und kostengünstigste Kombination. Hervorgerufen durch immer kürzer werdende Produktlebenszyklen und die sich schneller ändernden Normen sind bei den produzierenden Unternehmen schnelle Umstellungsprozesse, geringe Umrüst- und Anlaufkosten sowie Vielseitigkeit statt Spezialisierung gefragt. Unter Betrachtung dieser Aspekte sind flexible, unproblematische Änderungs- und Ausbaumöglichkeiten bei den Automatisierungslösungen notwendig. Mit PC-basierten Steuerungen lassen sich diese Forderungen erfüllen. Die Systeme besitzen skalierbare Erweiterungsmöglichkeiten, und auf einer gemeinsamen Hardware-Plattform lassen sich verschiedene Automatisierungsaufgaben realisieren. Durch die Nutzung durchgängiger Projektierungssoftware hat der Anwender einen deutlich reduzierten Aufwand. Bei all den Pluspunkten darf man aber nicht die Schattenseiten der PC-basierten Steuerungen vergessen. Zu den Schwachpunkten der Steuerungen gehörte noch vor einiger Zeit die Instabilität der Betriebssysteme. Die Anlagen mussten teilweise Systemabstürze und ungeplante Neustarts bewältigen. Auch die fehlende Zuverlässigkeit einzelner Komponenten wie z.B. Netzteilen machte PCs anfälliger für Fehler. Aufgrund dieser Probleme verzichteten einige Anwender auf den Einsatz PC-basierter Steuerungen. Diese anfänglichen Nachteile gegenüber traditionellen SPSen sind heute weitestgehend ausgeräumt. Vertikale Integration Ein Vorzug PC-basierter Steuerungen ist ohne Frage ihre Offenheit. Die Steuerungen können mit Feldbussteckkarten oder integrierten Feldbusschnittstellen für die prozessnahe Anbindung und Interation von Peripheriegeräten angepasst werden. Durch eine durchgängige Ethernet-Vernetzung auf allen Ebenen des Unternehmens ist für die vollständige vertikale Integration gesorgt. Mit der Kombination von PC-Technologie und Soft-SPS ist der Anwender in der Lage, einen durchgängigen Datenaustausch zwischen der Anlage und dem übergeordneten Managementsystem einzurichten. Fernwartung und Diagnose lassen sich im Firmennetz und auch über das Internet vornehmen. Ergänzende Tools, wie z.B. die Visualisierung, sind auf ein und demselben PC installiert. Es muss keine zusätzliche Hardware für die Visualisierung angeschafft werden. Die Systeme verfügen für die Erfassung und Diagnose von Betriebsstunden, Übertemperaturstunden, Lüfter- und Display-Betriebszeiten usw. über umfangreiche Funktionen. Entscheidet sich der Anwender für eine PC-basierte Lösung, erhält er eine Anlage, die optimal auf seine aktuellen Bedürfnisse zugeschnitten ist und gleichzeitig die Möglichkeit bietet, auf neue Marktanforderungen kurzfristig zu reagieren. Bezüglich der Stabilität und Zuverlässigkeit haben die PC-basierten Steuerungen mit den herkömmlichen SPSen weitgehend gleichgezogen und sind eine gute Alternative. Aber auch ein Nebeneinander beider Steuerungssysteme ist in einigen Fällen sinnvoll.
Marktübersicht: PC-basierte Steuerungen – Integrierte Komplettsysteme
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