Die klassischen analogen Oszilloskope sind mit einer Elektronenstrahlröhre als Anzeigegerät ausgestattet. Die zu messende Spannung wird über einen einstellbaren analogen Verstärker auf den Bildschirm projiziert. Die Zeitbasis wird ebenfalls auf analoger Basis gewonnen. Die Strahlröhre ist auch das Hauptbauteil bei dieser Art von Oszilloskop und hat einige Nachteile wie z.B. Randunschärfe oder Unlinearitäten. Obwohl die digitale Signalerfassung viele Vorzüge hat, gibt es durchaus Bereiche, in denen man auf ein analoges Signal nicht verzichten kann. Bei den Kombigeräten (Analog/Digital-Oszilloskop) werden die analogen Signale mehrfach nach festen Zeitabschnitten abgetastet und in einen digitalen Wert umgewandelt. Das digitale Abbild des analogen Signals entsteht durch eine Vielzahl dieser Abtastwerte. Der gewandelte Wert wird im Speicher abgelegt, wieder ausgelesen, zurück gewandelt und der Röhre elektrisch angepasst. So ist es möglich, langsame Signale als geschlossene Signalform darzustellen und das digitalisierte Signal noch auszuwerten, obwohl die Quelle nicht mehr anliegt. Heute kommen vermehrt rein digitale Oszilloskope zum Einsatz. Die Daten sind bei diesen Geräten ebenfalls nach der Messung verfügbar. Bei diesen Modellen ist nur der Weg vom Eingang zum A/D-Wandler analog, der Rest der Signalverarbeitung erfolgt rein digital. Als Anzeigeeinheit werden hier Bildröhren, wie sie von dem PC-Monitor bekannt sind, und LCD-Anzeigen eingesetzt. Außerdem lässt sich das Signal bei den digitalen Geräten zeitlich dehnen, was den Vorteil hat, dass man verborgene Signalunregelmäßigkeiten sehen kann. Bei einem Oszilloskop kommt der Eigenschaft eine wichtige Rolle zu, die elektronischen Signale genau auf dem Bildschirm darzustellen. Umso größer die Anzahl der Informationen ist, die der Anwender erhält, desto besser kann er die Ergebnisse danach auswerten. Deswegen sind Geräte mit Touchsreen-Bildschirm besonders effektiv, da sie einen großen Bildschirm mit hoher Auflösung besitzen. Diese Oszilloskope sind trotz des großen Bildschirms sehr handlich, leicht und besitzen große Erfassungsspeicher, wodurch eine zusätzliche Möglichkeit gegeben ist, die Pre-Triggerung. Dank der Speicherung kann z.B. der Signalverlauf einer Spannungsspitze vor dem Ereignis betrachtet werden. Die Bedienelemente eines Oszilloskops mit Touchscreen bieten einen einfachen und direkten Zugriff auf alle gängigen Funktionen. Für die Kommunikation sind die Oszilloskope mit den üblichen Schnittstellen ausgestattet. Auswahlkriterien Das wichtigste Kriterium bei der Auswahl eines Oszilloskopes ist die Bandbreite. Sie bestimmt die grundlegende Eignung zur Signalmessung. Hochfrequente Änderungen lassen sich ohne die passende Brandbreite nicht auflösen, und es treten negative Randerscheinungen auf, wie z.B. eine verzerrte Amplitude. Hat man eine hohe Bandbreite, ist auch die Genauigkeit der Wiedergabe des zu untersuchenden Signals höher. Die in der Marktübersicht aufgeführten Oszilloskope besitzen Bandbreiten zwischen einigen MHz und reichen bis in den zweistelligen GHz-Bereich. Daneben ist bei der Auswahl des geeigneten Oszilloskops auch die Abtastrate bedeutungsvoll. Mit einer höheren Abtastrate kann das Signal exakter erfasst werden. Die Geräte besitzen heute Abtastraten von wenigen Mega-Abtastungen pro Sekunde bis zu mehreren 10.000 Giga-Abtastungen pro Sekunde. Worauf man unbedingt auch achten sollte, ist die Auswahlmöglichkeit von ergänzenden Erfassungs- und Analysefunktionen. Letztendlich spielt der Preis eine wichtige Rolle für die Entscheidung. Die preisliche Spanne der verfügbaren Oszilloskope liegt zwischen einigen hundert und mehreren 10.000 Euros. Unsere Marktübersicht zeigt Oszilloskope für die unterschiedlichsten Messaufgaben und Anwendungsfälle.
Marktübersicht: Oszilloskope
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