Moderne Produktionsanlagen und Maschinen arbeiten immer schneller und effizienter. Die Anlagen werden zunehmend am Limit oder sogar darüber betrieben. Um dem vorzeitigen Verschleiß entgegenzuwirken, werden die Wartungsintervalle verkürzt, was die Stillstandszeiten jedoch erhöht. Allerdings: Geschieht das nicht, führt dies zu vermehrten Störungen. Ausgestattet mit der richtigen Sicherheitstechnik besteht hier ein großes Potenzial zur Verbesserung der Verfügbarkeit und damit auch der Wirtschaftlichkeit. Intelligentes Sicherheitskonzept erhöht Verfügbarkeit Ein Sicherheitskonzept, das über den gesamten Lebenszyklus einer Maschine mit eingeplant wird, unterstützt eine gezielte Diagnose und eine schnelle Intervention im Störungsfall. Die funktionelle Auswertung sicherheitsrelevanter Signale, ein zeitlich fein aufgelöstes Protokoll im Fehlerfall und die Visualisierung von Fehlerzuständen im Zusammenspiel mit interaktiven Expertensystemen erleichtern dem Bediener das Auffinden oder zumindest das Eingrenzen eines Problems. Dies setzt eine intelligente Planung und den gezielten Einsatz sicherheitsrelevanter Komponenten voraus. Programmierbare Sicherheitssteuerungen im Verbund mit integrierten Software-Tools erhöhen dabei den Komfort und die Sicherheit, ermöglichen eine rasche, zielgerichtete Fehlersuche und bieten Unterstützung bei der Inbetriebnahme und Wartung. Hohe Integration schafft Komfort und Sicherheit Das durchgängig in das M1-Automatisierungssystem integrierte Sicherheitspaket, das für die höchsten Sicherheitsanforderungen ausgelegt ist, zeigt die hohe Kompetenz von Bachmann electronic im Bereich der Automatisierung komplexer Maschinen: Das programmierbare Sicherheitsmodul SLC284 und die digitalen Sicherheits-E/A-Module SDI208 bzw. SDO204 ermöglichen den Aufbau einer ganzheitlichen, in das M1-Automatisierungssyste, integrierten Lösung. Diese kann nach individuellen Bedürfnissen angepasst und erweitert werden und entspricht den neuesten Sicherheitsnormen, wie z.B. ISO13849, IEC62061, IEC61511 und IEC61508. Alle digitalen Ein- und Ausgänge der Sicherheitsmodule sind in den höchsten Kategorien einsetzbar (PL e, SIL3, Kat. 4). Programmierbares Sicherheitsmodul Die gesamte Datenverarbeitung der Sicherheitssteuerung SLC284 erfolgt zweikanalig in einer homogen redundanten Struktur mit Selbstdiagnose: Zwei Prozessoren führen laufend alle Berechnungen doppelt durch und vergleichen die Resultate zyklisch. Alle Sicherheitsmodule können an beliebiger Stelle im M1-Automatisierungssystem gesteckt werden, insbesondere auch auf Unterstationen. Durch die integrierten Ein- und Ausgänge des SLC284 können ohne den Einsatz von weiteren Modulen Sicherheitsaufgaben bereits direkt wahrgenommen werden. Mit den sicheren, digitalen Ein- und Ausgangsmodulen SDI208 und SDO204 werden die benötigten Kanalzahlen für umfangreichere Applikationen bereitgestellt. Dadurch lässt sich das Bachmann-Safety-System optimal für verschiedenste Anwendungen auslegen: Ob für Einzelmaschinen, verkettete Maschinen und auch Anlagen mit dezentralen, weitläufig verteilten Sicherheitsaufgaben: Das System bietet für jeden Anwendungsfall eine passende Lösung, auch in Hinsicht auf die Kosten. Standzeiten während des Maschinenbetriebs werden durch die vom M1-System unterstützte, schnelle Fehlersuche verringert und Auslöser direkt klassifiziert. Der Wartungsingenieur profitiert von einer komfortablen Ferndiagnose, und die intelligenten Systeme rekonfigurieren sich automatisch, was Zeit und Kosten spart. Das geht so weit, dass modulare Maschinen sogar umgebaut und erweitert werden können, ohne eine Anpassung der Programmierung vornehmen zu müssen. Safety Developer integriert Die sicherheitsbezogene Programmierung und Konfiguration des gesamten Safety-Pakets erfolgt bedienerfreundlich im Safety Developer als Teil des All-In-One-Engineering-Tools SolutionCenter. Dieses deckt den gesamten Lebenszyklus eines Automatisierungssystems ab und reicht von der Einzelkonfiguration der Geräte zu einem sicheren Gesamtsystem, über die Programmierung bis hin zur Umsetzung von Visualisierungs- und Diagnoseaufgaben. Der Anwender profitiert von einem durchgängigen Bedienkonzept, und durch die nahtlose Einbettung des SolutionCenters in die Automatisierungssysteme werden Abläufe vereinfacht. Kompatibilitätsprobleme oder die Notwendigkeit zusätzlicher Schnittstellen oder Verkabelungen gibt es hier nicht. Und die hohe Performance des M1-Automatisierungssystems bleibt auch bei Verwendung der Sicherheitskomponenten in vollem Umfang erhalten. Maschinenfunktionalität steht im Vordergrund Darüber hinaus werden die sicherheitstechnischen Aufgaben des Wartungsingenieurs im SolutionCenter unterstützt. Inbetriebnahme, Firmware-Updates, aber auch eine eventuelle Reparatur wird von automatisch erstellten Prüfprotokollen, Checklisten und Debugging-Funktionen unterstützt. Hierbei beschränkt sich das SolutionCenter nicht nur auf den Bereich der funktionalen Sicherheit, sondern verfolgt immer auch den Gedanken der Wirtschaftlichkeit in der bzw. sogar durch die Sicherheitstechnik. Die mittels Integration erreichten Synergien und die hohe Usability des SolutionCenters senken die Engineering-Kosten und erhöhen die Transparenz. Durch eine effiziente Prozessdiagnose wird eine erhöhte Anlagenverfügbarkeit erreicht, der Aufwand an Projektierung und Implementierung wird verringert und der Anwender kann sich ganz der Maschinenfunktionalität und deren Optimierung widmen. Vereinfachung dank PLCopen Die Sicherheitsprogrammierung im Safety Developer erfolgt auf Basis etablierter Standards wie der IEC61131-3 und PLCopen Safety. Bei Bachmann electronic erfolgt die Programmierung im Safety Editor mittels Funktionsbausteinsprache (FBS/FBD). Die Erstellung komplexer Applikationen wird unterstützt durch vordefinierte Funktionen nach PLCopen Safety, Standardfunktionen sowie benutzerspezifischen Funktionsblöcken. Ein maßgeblicher Vorteil der PLCopen-Safety-Spezifikation ist die standardisierte Umsetzung von Funktionsbausteinen für gängige Sicherheitsvorrichtungen bzw. -funktionen wie Zweihand-Bedienung oder Muting bei Lichtvorhängen. Die sichere Programmerstellung wird durch einen integrierten Debugger abgerundet. Dieser ermöglicht dem Anwender Variablenüberwachung, Setzen von Haltepunkten und auch Einzelschritt-Ablaufsteuerung. Durch herstellerunabhängige PLCopen-Funktionsbausteine vereinfacht sich somit die Umsetzung von Sicherheitsfunktionen erheblich. Einfach = Sicher Das Sicherheitspaket von Bachmann electronic ermöglicht die Realisierung komplexer Funktionen bei höchster Performance, genauso wie sich auch Standardaufgaben in kurzer Zeit realisieren lassen. Dabei passt sich die Entwicklungsumgebung der Aufgabe des Anwenders und seinen Bedürfnissen an. Nützliche Funktionen zur Projektorganisation, Fehlerdiagnose und Versionsverwaltung unterstützen ihn bei der Umsetzung und sorgen für Übersichtlichkeit und damit wiederum für Sicherheit. Neben dem wichtigen Beitrag zur sicheren Applikationserstellung erweitert das Sicherheitskonzept in Kombination mit dem M1-Steuerungssystem die Möglichkeiten des Maschinenbauers in jeder Phase des Maschinen-Lebenszyklus. Und sollte es einmal eine Frage geben: Ein hauseigener Sicherheitsexperte steht bei Bachman electronic mit Erfahrung und Know-how zur Verfügung.
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