Bereits heute sind Transponder und Barcodes aus der Produktverfolgung, der Erkennung eines individuellen Objektes oder der Speicherung von Daten direkt am Produkt nicht mehr wegzudenken. Der Markt bietet dementsprechend eine Vielzahl von Geräten unterschiedlicher Hersteller, deren Geräte untereinander aber nicht kompatibel sind. Ursache hierfür ist zum einen eine nicht standardisierte \’Luftschnittstelle\‘ bei den Transpondersystemen und zum anderen ein fehlender Standard für die Übertragung der Daten zwischen der SPS und den Identifikationssystemen. Konsequenz ist ein Mehraufwand bei der Bedienung und der Integration in Steuerungssysteme. Ausgangssituation Die Integration von Identsystemen in Anwendungen erfolgt bisher auf proprietäre Weise. Dafür werden unterschiedliche Schnittstellen und Protokolle eingesetzt. Innerhalb der Industrie entstand die Forderung nach einer Standardisierung. Die Profibus Nutzerorganisation hat mit dem Profil \’Identification Systems – Proxy Ident Function Block\‘ (PNO Order-Nummer 3.142, für PNO-Mitglieder kostenlos zum Download) einen Standard für die Kommunikation geschaffen. Die Vernetzung von Feldgeräten über Feldbusschnittstellen hat sich in der Automatisierungstechnik zunehmend durchgesetzt. Demzufolge hat es der Endanwender innerhalb einer komplexen Anlage in der Regel mit mehreren Gerätearten zu tun, in der die Identsysteme eine Untergruppe bilden. Um die Interoperabilität zwischen den Systemkomponenten zu gewährleisten, reicht der Einsatz eines standardisierten Kommunikationsprotokolls allein nicht aus. Sowohl Gerätehersteller als auch Anbieter von Steuerungs-, Leit- und Engineering-Systemen müssen Absprachen bezüglich der Syntax und Semantik der auszutauschenden Daten treffen. Auf applikativer Ebene werden diese Festlegungen in so genannten Profilen getroffen. Klassische Profile beinhalten Festlegungen, die Feldgerätefunktionen wie z.B. \’Messen\‘ oder \’Stellen\‘ verbunden mit ihren Variablen und Parametern so beschreiben, dass auf diese herstellerunabhängig über den Feldbus zugegriffen werden kann. Weiterhin wird das zu nutzende Subset des Kommunikationsprotokolls durch die Profile definiert. Ident-Profil Beim Ident-Profil wurde darauf verzichtet, wie bisher üblich, die Details der Feldgeräte im Einzelnen zu beschreiben. Basis der Interoperabilität zwischen der Steuerung und den Ident-Systemen bilden Absprachen über das Kommunikationsgeschehen, die zu übertragenden Dateninhalte, aber auch über die zu verwendende Programmiersprache. Deshalb wurde im Profilarbeitskreis beschlossen, einen Gerätebaustein mit dem Arbeitstitel \’Proxy Ident Baustein (PIB)\‘ zu definieren, der den folgenden Kriterien genügt: – Spezifikation mit Hilfe der IEC61131-3, – Realisierung der Kommunikationsschnittstelle auf Basis der Profibus-Kommunikations-Funktionsbausteine (Comm-FBs), – einheitliche Schnittstelle zum Steuerungsprogramm. Hauptaufgabe der Kommunikation zwischen Ident-Gerät und Steuerungsprogramm ist der Austausch von Datenpaketen. Diese können einige Bytes (z.B. bei Barcodes) oder mehrere kBytes (bei Transpondern z.T. 32kByte) betragen. Die Zeitspanne, in der ein Transponder von der Schreib-/Lesestation (\’Interrogator\‘) bearbeitet wird, variiert im Bereich von einigen Sekunden bis hin zu Minuten. Diese Zeitspanne ist abhängig von der Menge der zu übertragenden Daten. Eine gute Performance des Gesamtsystems kann trotzdem gewährleistet werden, da im zyklischen Betrieb lediglich ein kurzes Status- bzw. Quittungstelegramm (16Bit) ausgetauscht wird, das im Wesentlichen über den Bearbeitungszustand eines Befehls im Interrogator berichtet. Die Übertragung von Befehlen, Befehlsantworten und Datenpaketen zwischen Steuerung und Ident-Gerät erfolgt azyklisch. Diese Vorgehensweise bietet zwei wesentliche Vorteile: – die Belastung des zyklischen Datenverkehrs ist gering (schnelle E/A-Baugruppen behalten ihre Reaktionszeiten, kurze Zykluszeiten auch bei vielen Profibus-Slaves), – der Datendurchsatz wird durch die bedarfsabhängige, azyklische Master/Slave-Interaktionen optimiert. Definition der Ident-Gerätesteuerung Während bei den bisher entstandenen Profibus-Profilen die Definition der geräteinternen Funktions- und Parameterstruktur im Vordergrund steht, lässt das Ident-Profil die internen Parameterstrukturen und Inhalte außer Acht. Es beschränkt sich auf die Definition der Ident-Gerätesteuerung und die Übertragungsmechanismen. Die Dateninhalte, d.h. die Bedeutung der Barcodes und der Inhalte im Transponder, sind im Steuerungsprogramm außerhalb des Gerätebausteins zu interpretieren und zu verarbeiten. Das Profil definiert für die PIB-Funktionen nur Transportmechanismen für \’Datenpakete\‘. Das heißt: Der PIB sendet oder empfängt die den Befehlen zugeordneten Datenpakete. Sind diese Datenpakete nicht in einem Telegramm übertragbar, werden sie von dem PIB paketiert. Für den PIB sind die Datenpakete vollkommen transparent. Das Profibus-Profil für Identsysteme definiert zwar ebenfalls die Art und Weise der Kommunikation zwischen Steuerung und Identsystem, legt jedoch nicht direkt die Geräteparameter fest. Vielmehr werden die Eigenschaften und Parameter eines Funktions-Bausteins beschrieben, der ein Identsystem in der Steuerung repräsentiert. Somit wird eine einheitliche Programmschnittstelle zur eigentlichen Applikation des Anwenders für RFID-Systeme und Barcodeleser verschiedener Hersteller definiert. Der Programmierer des Steuerungsprogramms kann mit Hilfe des Proxy-Bausteins mit dem Ident-Gerät arbeiten, als ob die Identgerätefunktion von der Steuerung erbracht würde. Die Programmentwicklung kann in gewohnter Weise stattfinden, obwohl durch den Feldbusanschluss eine dezentrale Gerätekonfiguration vorhanden ist. Dieser pragmatische Nutzen der Feldbus-Technik in Profilen ermöglicht es ebenso, mit einem Ident-Gerätebaustein eine ganze Klasse von Geräten in die Steuerung einzubinden. Für die im Gerätebaustein verdeckte Kommunikation zwischen dem Master und dem Slave kommen der typische zyklische Verkehr von Profibus DP-V0 und azyklische Lese- und Schreibdienste von DP-V1 zum Einsatz. Interoperabilität unterschiedlicher Systeme Ziel des neuen Profibus-Profils für Identifikationssysteme ist es, die Interoperabilität von Systemen unterschiedlicher Hersteller zu gewährleisten. Die Basis bilden ein einheitlicher Proxifunktionsblocks in der Steuerung sowie ein einheitlicher Kommunikationsmechanismus zwischen Steuerung und Feldgerät. Dadurch können erhebliche Kosten eingespart werden. Die Vorteile dieser Art der Profildefinition nutzen bereits verschiedene Firmen und bieten Profil-konforme Geräte sowie den passenden Funktionsbaustein für die SPS an. Anwender können somit Geräte verschiedener Anbieter über ein standardisiertes Interface nutzen. Dadurch können sie Zeit bei der Inbetriebnahme sparen. Somit werden die Kosten sowohl für die Systemintegratoren als auch für die Betreiber verringert. Unterstützung bei der Geräteimplementierung und Bausteinerstellung wird durch ifak angeboten.
Identifikationssysteme einfach einbinden
-
Stahlketten sichern Performance von Umreifungsanlagen
Gut verpackt
Wer seine Produkte in die ganze Welt verschickt, muss sicher sein können, dass sie ihr Ziel auch unbeschadet erreichen. An einer Transportsicherung führt deshalb kein Weg vorbei. Mögliche…
-
Security
Cyber-Sicherheit wird zum integralen Bestandteil der Maschinenkonzepte
Ab 2027 wird Cyber-Sicherheit verpflichtend: Maschinenhersteller müssen umfassende Security-Maßnahmen wie Security-by-Design und Update-Strategien integrieren. Phoenix Contact unterstützt praxisnah.
-
Bis 250mm Zeichenhöhe
Die fehlerunanfällige, widerstandsfähige Konstruktion und die einfache Bedienung sind die großen Vorteile der industriellen Großanzeigen der Serie S302.
-
Sensor für robuste Absolutpositionierung
Präzision im Heavy-Duty-Modus: Weg-Codier-System mit IO-Link
Wo automatisierte Laufkatzen und Hafenkräne tonnenschwere Lasten bewegen, benötigt die Steuerung absolute Positionsgeber für Positions- und Geschwindigkeitsdaten. Raue Umgebungsbedingungen dürfen die Zuverlässigkeit der Sensorik nicht beeinträchtigen. In solchen…
-
Zertifizierung nach IEC62443-4-1/2
Sicherheitssteuerung
Im November erhielt die Sicherheitssteuerung Flexi Compact von Sick vom Tüv Süd die Zertifizierung nach IEC62443-4-1/2.
-
Auftragsbestand im Verarbeitenden Gewerbe im September: +0,6% zum Vormonat
Der reale (preisbereinigte) Auftragsbestand im Verarbeitenden Gewerbe ist nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen…
-
Komponenten für energieoptimierte Maschinenkonzepte
Effizient antreiben, intelligent bremsen
Der Auftritt von KEB Automation auf der SPS steht ganz im Zeichen der…
-
Sicher und vollständig kalibrieren: detaillierte Checkliste von DataTec
Checkliste für sichere und vollständige Messgeräte-Kalibrierung
Messgeräte entsprechen ab Werk nur für begrenzte Zeit ihren Spezifikationen – meist ein…
-
Kabelmanagement-Lösung
Kabeldurchführungsplatte für extreme Außenbedingungen
Mit der KEL-DPU-OD bringt Icotek eine Kabeldurchführungsplatte auf den Markt, die speziell für…
-
Weidmüller Stripax – jetzt auf der Conrad Sourcing Platform
Schnell, einfach und präzise abisolieren
Weidmüller bringt die neue Generation der Stripax-Abisolierzange auf den Markt.
-
Märkte für elektronische Komponenten und Baugruppen wachsen zweistellig
Die globalen Märkte für elektronische Komponenten und Baugruppen verzeichnen ein starkes Wachstum.
-
Werkzeugmaschinenbestellungen haben Talsohle erreicht
Im dritten Quartal sank der Auftragseingang in der deutschen Werkzeugmaschinenindustrie um 5%.
-
Ginzinger und Limes Security
Whitepaper zeigt praxisnahen Weg zum Cyber Resilience Act
Ginzinger Electronic Systems und Limes Security haben ein gemeinsames Whitepaper zum Cyber Resilience…
-
Industrielle Bildverarbeitung
Neues Deep-Learning-Feature in Halcon 25.11
MVTec erweitert seine Machine-Vision-Software Halcon 25.11 um das neue Deep-Learning-Feature Continual Learning.
-
Panduit stellt besonders kurzen, geschirmten Keystone-RJ45-Jack vor
Keystone-Buchse: kompakt und kurz
Panduit erweitert sein Portfolio um kompakte Cat-6/Cat-6A-Keystone-Module, die sich einfach in Standard-Keystone-Aufnahmen vieler…
-
OPC UA für die Feldebene
Aktueller Status und Ausblick
OPC UA FX (Field eXchange) ist ein zentraler Bestandteil der Weiterentwicklung von OPC…
-
Inverse modulare Kabeldurchführungen mit geteiltem Rahmen
Flexible Kabeldurchführung
Mit KDSI-SR-G erweitert Conta-Clip sein modulares Kabeldurchführungssystem um einen zweigeteilten Rahmen, der die…
-
Sichere Fernwartung – leicht gemacht
Keine Chance für Cyber-Brechstangen
Online-Kriminelle haben die OT für sich entdeckt – das zeigen u.a. rasant steigende…
-
Neue Not-Halt-Baureihe
Robuste Not-Halt-Schalter mit M12-Anschluss
Mit Quartex Connect bringt Schlegel eine neue Not-Halt-Baureihe für 22,3mm-Bohrungen auf den Markt…
-
Indien und Brasilien bleiben Wachstumsstützen für den Maschinenbau
Die weltweite Geschäftslage der Maschinen- und Anlagenbaufirmen aus Deutschland und Europa zeigt weiterhin…
-
TKD Kabel erweitert Produktfinder zum Kundenportal
Schneller zum Kabel, das passt
TKD Kabel hat seinen Online-Produktfinder zu einem kundenorientierten Portal ausgebaut, das den Zugang…
-
VDMA-Studie
Mehr als die Hälfte der Maschinen- und Anlagenbauer setzt auf OPC UA
Laut aktueller Interoperabilitätsstudie des VDMA sehen 84% der Unternehmen einen konkreten Bedarf an…
-
Energieverbrauch der Industrie um 1,9% gestiegen
Die deutsche Industrie hat im Jahr 2024 insgesamt 3.343 Petajoule Energie verbraucht.
-
Time Sensitive Networking
TSN-Layer-3-Switch für präzise Echtzeitkommunikation
Mit dem TSN-6325-8T4S4X präsentiert Spectra einen Managed Industrial Ethernet Switch, der für zeitkritische…
-
Für Motion-Control-Anwendungen
BiSS-Master-Chip mit SPI und RS-422-Transceiver
Mit iC-MBE stellt iC-Haus einen SPI-zu-BiSS-Master-Konverter vor, der die Integration der offenen BiSS-…
das könnte sie auch interessieren
-
Lapp stellt auf der SPS 2025 aus
Verbindungslösungen für industrielle Automatisierung von Morgen
-
Multivariable und energieeffiziente Steuerung
Multivariabel und energieeffizient
-
Sensoren, Ladekabel und Cybersicherheits-Zertifizierung
Zertifizierte, sichere Entwicklungsprozesse
-
OPC UA als Enabler für Data Spaces und KI
Semantische Standards

















