Industrieroboter lassen sich im Gegensatz zu Sondermaschinen schnell an unterschiedliche Aufgabenstellungen anpassen. Das macht sie geeignet für komplexe und häufig wechselnde Aufgaben z.B. beim Auftragen von Klebern und Dichtmaterialien. Neben der nach wie vor im Fahrzeugbau wichtigsten Fügetechnologie Schweißen gewinnt das Kleben nachhaltig an Bedeutung. Das bedingt, dass immer mehr unterschiedliche Materialien, darunter Kunststoffe, Glas sowie Metalle differenzierter Werkstoffarten, Oberflächengüten und Blechdicken, miteinander zu verbinden sind. Typisch ist gleichzeitig der Trend zu immer komplexeren, vorgefertigten Baugruppen, die montiert werden müssen. Unter den geklebten Bauteilen – bis 18kg Klebstoff enthält ein Automobil – befinden sich Motor- und Karosserieteile. Tests belegen die meist bessere Crash-Performance geklebter Baugruppen gegenüber geschraubten oder geschweißten Varianten. Eingeklebte Front- und Heckscheiben erhöhen beispielsweise die Steifigkeit von Karosserien. Weiter ermöglicht das Kleben Design-Lösungen für Fahrzeuge, die den cw-Wert verringern und die Fahrzeugmasse treibstoffsparend reduzieren. Automobilzulieferer stellen dem Hersteller z.B. komplette Scheinwerfer-Systeme zur Verfügung. Bei der Montage der Glas- und Kunststoffscheiben kommt es auf Präzision an, um den geringen Spaltmaßtoleranzen zu entsprechen. Das erfordert einen gleichmäßigen, optimal automatisierten reproduzierbaren Auftrag der Kleberaupe. Dem Aufbringen des Klebers z.B. in das Gerätegehäuse folgt das Fügen der Abschlussscheibe in das Klebebett. Dieser Prozess ist maßgeblich für die am Fahrzeug einzuhaltenden Spalttoleranzen im kritischen Bereich von Motorhaube, Kotflügel, Stoßfänger und Scheinwerfer. Analog hohe Anforderungen und entsprechende Robotereinsatz-Präferenzen gelten für die geklebten Verbindungen der sensiblen Elektronik- mit den Konstruktionsbauteilen. Kleberoboter Konventionelle Lösungen kennzeichnet die steuerungstechnische Trennung der beiden Systeme Roboter und Kleber-Applikation. Der Roboter führt die Klebeausrüstung mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten, je nach Komplexität der Bauteile entlang verschiedener und unterschiedlich komplexer Bahnen. Die resultierende Prozesssteuerung soll jedoch immer die richtige Menge Kleber an der jeweiligen Stelle auftragen. Hier liegt bei den bisherigen getrennten Steuerungen für Roboter und Klebeausrüstung der Engpass. Der kontinuierliche, zeitaufwändige Abgleich der unterschiedlichen Steuerungsdaten beim Integrieren beider Systeme führt zu Effizienzeinbußen. Die neue, integrativ ganzheitliche Systemlösung spart Investitionskosten und ermöglicht ein präziseres Dosieren von Kleber oder Dichtmassen. Und das gilt bei gleichzeitig signifikant höheren Prozessgeschwindigkeiten selbst bei komplexesten Klebenähten. Die zentrale Funktion der Lösung übernimmt die flexible Robotersteuerung IRC5. Sie regelt die Roboterbewegungen bahngenau und ermöglicht ein präzises Ansteuern eines bestimmten Bahnpunktes bei hoher Wiederholgenauigkeit. Integrierte Softwaremodule wie TrueMove und QuickMove regeln das optimale Beschleunigen und Abbremsen des Roboters in Abhängigkeit der abzufahrenden Konturen. Störfall vermeiden In der Fahrzeugindustrie bedeutet ein Roboter-Ausfall häufig einen etwa achtstündigen kostenträchtigen Stillstand, der die gesamte Linie in der Prozesskette ausbremsen kann. Meist sind erfolglose Selbsthilfe-Versuche vorausgegangen und wertvolle Zeit verstrichen, bis der Service-Experte eintrifft. Die Advanced Remote Diagnostics von ABB Robotics setzt im Vorfeld potenzieller Störungen an. Sie basiert auf dem Fern-Überwachen und Protokollieren der wesentlichen Funktionsparameter. Frühzeitig empfängt der Anwender von der ABB-Service-Zentrale differenzierte aussagekräftige Warnsignale, sobald der Roboter im kritischen \’gelben Bereich\‘ arbeitet. So reduziert sich die Reaktionszeit im Servicefall. Oft kann eine Ausfall verursachende Störung ganz abgewendet werden. Die Voraussetzung für das spezifische System Advanced Remote Diagnostics ist global gegeben, wenn sich der Roboter in ausreichender Nähe zu einem GPRS/W-LAN-Netzwerk befindet. Das Support Package von ABB fasst die für die Vorsorge wichtigsten unterstützenden Dienste zusammen. Dafür stellt ABB auf seinem Server die für den Kunden datensichere, personalisierte Internetseite \’My Robot\‘ bereit. Dieser Remote-Service beinhaltet die automatische Datenaufnahme und das Speichern von Parametern des vernetzten Roboters sowie die qualifizierte Datenauswertung. Der Roboter-Anwender kann mit Hilfe der intelligenten Software jederzeit den aktuellen \’Robot Condition Report\‘ abholen – und er erfährt online, wie es seinem Roboter innerhalb des letzten, vorletzten oder beliebigen anderen Testzyklus \’ergangen\‘ ist. Wie hoch sind Nutzungsrate, Beanspruchung und Abnutzung der einzelnen Achsen bzw. der entsprechenden mechanischen Teile in Relation zur absoluten Roboternutzung? In welchen Bereichen fährt der Roboter nahe der Lastgrenze? Aus den Daten errechnet die Software die Lebenserwartung beanspruchter Elemente und entwickelt einen Wartungsplan. Selbsttätig indiziert das Programm auftretende funktionale Problemlagen und übermittelt Warnungen auf das Kommunikationsgerät des Roboter-Nutzers. Ein Blick auf die Seite \’My Robot\‘ unter www.abb.com zeigt die Lokalisation, Art und Quantifikation des Alarmzustandes. Verfügbar sind dort auch die interaktiv bereit gestellten empfehlenswerten Maßnahmen zum Beseitigen und schützt die Anwenderdaten: Die ABB-Experten sehen nur die zum Betrieb und für die Analyse notwendigen Roboterdaten. Vorsorge-Programm für\’s Lackieren Vollautomatisierte Lackieranlagen bieten Flexibilität und eine hohe Anlagenverfügbarkeit bei reduziertem Personalbedarf. Die ABB-Lackierroboter haben eine konstant hohe Lackierqualität sowie hohe Auftragsgeschwindigkeiten bei geringem Materialverbrauch. Exemplarisch stehen dafür der IRB 5400 sowie der IRB 5500. Der Nutzer bedient alle ABB-Roboter mit der Steuerung IRC5. Sie ist auch für
Ausfall-Risiko senken: Roboter kleben und lackieren störungsfrei im Dauerbetrieb
-
Security
Cyber-Sicherheit wird zum integralen Bestandteil der Maschinenkonzepte
Ab 2027 wird Cyber-Sicherheit verpflichtend: Maschinenhersteller müssen umfassende Security-Maßnahmen wie Security-by-Design und Update-Strategien integrieren. Phoenix Contact unterstützt praxisnah.
-
Bis 250mm Zeichenhöhe
Die fehlerunanfällige, widerstandsfähige Konstruktion und die einfache Bedienung sind die großen Vorteile der industriellen Großanzeigen der Serie S302.
-
Sensor für robuste Absolutpositionierung
Präzision im Heavy-Duty-Modus: Weg-Codier-System mit IO-Link
Wo automatisierte Laufkatzen und Hafenkräne tonnenschwere Lasten bewegen, benötigt die Steuerung absolute Positionsgeber für Positions- und Geschwindigkeitsdaten. Raue Umgebungsbedingungen dürfen die Zuverlässigkeit der Sensorik nicht beeinträchtigen. In solchen…
-
Zertifizierung nach IEC62443-4-1/2
Sicherheitssteuerung
Im November erhielt die Sicherheitssteuerung Flexi Compact von Sick vom Tüv Süd die Zertifizierung nach IEC62443-4-1/2.
-
Elektroexporte im September: Bester Monat im Jahresverlauf
Die Exporte der deutschen Elektro- und Digitalindustrie sind im September um 9,6% gegenüber Vorjahr auf 22,2Mrd.€ gestiegen.
-
Komponenten für energieoptimierte Maschinenkonzepte
Effizient antreiben, intelligent bremsen
Der Auftritt von KEB Automation auf der SPS steht ganz im Zeichen der…
-
Stahlketten sichern Performance von Umreifungsanlagen
Gut verpackt
Wer seine Produkte in die ganze Welt verschickt, muss sicher sein können, dass…
-
Kabelmanagement-Lösung
Kabeldurchführungsplatte für extreme Außenbedingungen
Mit der KEL-DPU-OD bringt Icotek eine Kabeldurchführungsplatte auf den Markt, die speziell für…
-
Auftragsbestand im Verarbeitenden Gewerbe im September: +0,6% zum Vormonat
Der reale (preisbereinigte) Auftragsbestand im Verarbeitenden Gewerbe ist nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen…
-
Märkte für elektronische Komponenten und Baugruppen wachsen zweistellig
Die globalen Märkte für elektronische Komponenten und Baugruppen verzeichnen ein starkes Wachstum.
-
Werkzeugmaschinenbestellungen haben Talsohle erreicht
Im dritten Quartal sank der Auftragseingang in der deutschen Werkzeugmaschinenindustrie um 5%.
-
Ginzinger und Limes Security
Whitepaper zeigt praxisnahen Weg zum Cyber Resilience Act
Ginzinger Electronic Systems und Limes Security haben ein gemeinsames Whitepaper zum Cyber Resilience…
-
Sicher und vollständig kalibrieren: detaillierte Checkliste von DataTec
Checkliste für sichere und vollständige Messgeräte-Kalibrierung
Messgeräte entsprechen ab Werk nur für begrenzte Zeit ihren Spezifikationen – meist ein…
-
Panduit stellt besonders kurzen, geschirmten Keystone-RJ45-Jack vor
Keystone-Buchse: kompakt und kurz
Panduit erweitert sein Portfolio um kompakte Cat-6/Cat-6A-Keystone-Module, die sich einfach in Standard-Keystone-Aufnahmen vieler…
-
OPC UA für die Feldebene
Aktueller Status und Ausblick
OPC UA FX (Field eXchange) ist ein zentraler Bestandteil der Weiterentwicklung von OPC…
-
Inverse modulare Kabeldurchführungen mit geteiltem Rahmen
Flexible Kabeldurchführung
Mit KDSI-SR-G erweitert Conta-Clip sein modulares Kabeldurchführungssystem um einen zweigeteilten Rahmen, der die…
-
Sichere Fernwartung – leicht gemacht
Keine Chance für Cyber-Brechstangen
Online-Kriminelle haben die OT für sich entdeckt – das zeigen u.a. rasant steigende…
-
Neue Not-Halt-Baureihe
Robuste Not-Halt-Schalter mit M12-Anschluss
Mit Quartex Connect bringt Schlegel eine neue Not-Halt-Baureihe für 22,3mm-Bohrungen auf den Markt…
-
Weidmüller Stripax – jetzt auf der Conrad Sourcing Platform
Schnell, einfach und präzise abisolieren
Weidmüller bringt die neue Generation der Stripax-Abisolierzange auf den Markt.
-
TKD Kabel erweitert Produktfinder zum Kundenportal
Schneller zum Kabel, das passt
TKD Kabel hat seinen Online-Produktfinder zu einem kundenorientierten Portal ausgebaut, das den Zugang…
-
VDMA-Studie
Mehr als die Hälfte der Maschinen- und Anlagenbauer setzt auf OPC UA
Laut aktueller Interoperabilitätsstudie des VDMA sehen 84% der Unternehmen einen konkreten Bedarf an…
-
Energieverbrauch der Industrie um 1,9% gestiegen
Die deutsche Industrie hat im Jahr 2024 insgesamt 3.343 Petajoule Energie verbraucht.
-
Time Sensitive Networking
TSN-Layer-3-Switch für präzise Echtzeitkommunikation
Mit dem TSN-6325-8T4S4X präsentiert Spectra einen Managed Industrial Ethernet Switch, der für zeitkritische…
-
Für Motion-Control-Anwendungen
BiSS-Master-Chip mit SPI und RS-422-Transceiver
Mit iC-MBE stellt iC-Haus einen SPI-zu-BiSS-Master-Konverter vor, der die Integration der offenen BiSS-…
-
Industrielle Bildverarbeitung
Neues Deep-Learning-Feature in Halcon 25.11
MVTec erweitert seine Machine-Vision-Software Halcon 25.11 um das neue Deep-Learning-Feature Continual Learning.
das könnte sie auch interessieren
-
Multivariable und energieeffiziente Steuerung
Multivariabel und energieeffizient
-
Sensoren, Ladekabel und Cybersicherheits-Zertifizierung
Zertifizierte, sichere Entwicklungsprozesse
-
OPC UA als Enabler für Data Spaces und KI
Semantische Standards
-
Multilevel-Technologie vermeidet LC-Filter und senkt Energiekosten
Drei Level für weniger Verluste

















