Hat sie nun endgültig geschlagen – die letzte Stunde der guten alten Parallelverdrahtung? Im Standardbereich neu geplanter Fertigungsanlagen ist sie schon lange auf dem Rückzug, weil sie der Effizienz moderner Automationssysteme kaum etwas entgegenzusetzen hat. Seit mit AS-Interface Safety at Work um die Jahrtausendwende die Integration sicherer Signale ins ganz normale Bus-Netz gelang, gerät sie auch in der Sicherheitstechnik immer mehr ins Abseits. Jetzt wird sie auch noch aus ihrem letzten Reservat vertrieben. Bisher konnte man mit konventioneller Verkabelung zumindest in kleinen Anlagen mit wenigen sicheren Komponenten noch Kostenvorteile erzielen. Doch auch diese Ära geht mit dem neuen Safety Basis Monitor mit abschaltbarem AS-i Master von Bihl+Wiedemann zu Ende. Zur Hannover Messe 2007 wurde der Sicherheitsmonitor 2nd Generation vorgestellt, der mit integriertem Master, sicheren ausgelagerten Ausgängen und zahlreichen zusätzlichen Optionen der Online-Diagnose die Bedienung vereinfachte. Ein Jahr später folgte der Multimonitor für zwei AS-i-Netze, der ohne zusätzliche Hardware 16 Freigabekreise beherrscht und damit den einfachen Aufbau komplexer Systeme ermöglicht. Außerdem kombinierte Bihl+Wiedemann den Sicherheitsmonitor mit verschiedenen Gateways für die nahtlose Kommunikation mit übergeordneten Systemen – zunächst mit vielen gängigen Feldbussen und inzwischen auch mit Profinet. Funktionen des Safety Basis Monitors reduziert Mit diesen Neuerungen für mittlere und große Anlagen erhielten die Anwender Investitionssicherheit. Gleichzeitig eröffnete sich Bihl+Wiedemann die Möglichkeit, sich anschließend um das untere Ende des Applikationsspektrums zu kümmern. Auf Basis realer Kundendaten wurde dazu erst einmal eine umfassende Kostenanalyse erstellt, um die Anwenderfrage zu klären: In welchen Sicherheits-Applikationen rechnet sich der Einsatz von AS-i Safety, selbst wenn in der Anlage ansonsten kein AS-Interface verwendet wird? Und wann gibt es keinen Grund, sich von konventioneller Technik zu verabschieden? Obwohl in die Berechnung verschiedene geldwerte AS-i Vorteile wie etwa die Flexibilität bei Veränderungen an der Maschine oder die verbesserten Diagnosefunktionen nicht eingeflossen sind, fiel das Ergebnis zugunsten von AS-Interface aus: AS-i Safety, so das Fazit, lohnt sich bereits bei Maschinen mit gerade einmal einem Not-Halt-Taster, vier Schutztüren ohne Zuhaltung, einem Betriebsartenwahlschalter und einem zeitverzögerten Not-Halt einer Fremdmaschine. Nur bei noch kleineren Funktionseinheiten, die beispielsweise nur eine Schutztür ohne Zuhaltung und einen Not-Halt der Hauptmaschine benötigen, schnitt die Parallelverdrahtung besser ab. Genau dieser Punkt aber weckte letztlich den Ehrgeiz der Safety-Pioniere von Bihl+Wiedemann. Beim Versuch, die Einstiegshürde noch weiter zu senken, kam ihnen zunächst eine gemeinsame Entwicklung aller AS-Interface Mitglieder zugute: Mit der Einführung von AS-i Power24V war es jetzt bei kleinen Anwendungen möglich, auf das separate AS-i Netzteil zu verzichten. Doch das reichte den Spezialisten für intelligente AS-i Lösungen noch nicht. Deshalb forschten sie weiter und entschlossen sich, die Funktionen des Sicherheitsmonitors zu reduzieren: Sämtliche Funktionen, die in kleinen Anwendungen mit zwei, fünf oder zehn sicheren Signalen ohnehin keine Rolle spielen, ließen sie einfach weg. So wenig wie möglich, so viel wie nötig Dabei herausgekommen ist der Safety Basis Monitor. Wie sein High End-Pendant besteht er aus einem Sicherheitsmonitor und einem abschaltbaren AS-i Master, das aber z.B. statt einer Feldbusschnittstelle lediglich über Meldeausgänge zur Kommunikation mit einer eventuell übergeordneten Steuerung verfügt. Außerdem ist der Safety Basis Monitor nicht im robusten Edelstahlgehäuse, sondern in einer IP20-Kunststoffbox untergebracht. Schon die geringe Größe von 22,5mm Baubreite signalisiert, dass es sich gewissermaßen um den kleinen Bruder handelt. Dennoch bietet der Basis Monitor vier sichere zweikanalige Eingänge sowie zwei sichere, verschleißfreie elektronische Ausgänge und kann damit mehr Signale managen als der AS-i-Sicherheitsmonitor der ersten Generation. Die zweikanalig ausgeführten sicheren Eingänge eignen sich – ganz oder teilweise – auch als Standard-Ein- oder Ausgänge. Pro sicherem Eingang stehen dabei je zwei Standard-Eingänge und zwei Meldeausgänge, summa summarum also acht Standard-Eingänge und acht Meldeausgänge zur Verfügung. Auch beim Bedienkomfort steht der Safety Basis Monitor seinem großen Vorbild, dem Safety-Monitor der zweiten Generation, kaum nach. Beispielsweise lassen sich sowohl die Master-Einstellungen wie auch das komplette Sicherheitsprogramm über die PC-Software Asimon aufspielen. Die Kommunikation zwischen Computer und Monitor erfolgt dabei über eine USB-Schnittstelle. Die Gerätedaten werden redundant auf einer Chipkarte gespeichert, die beim Austausch eines Monitors sämtliche Informationen auf das neue Gerät überträgt. In punkto Versorgung hat der Anwender des Safety Basis Monitors die Wahl, ob er die Kostenvorteile der AS-i Power24V-Technologie für kleine Applikationen nutzen oder ein externes AS-i-Netzteil einsetzen möchte. Bei Maschinen mit weniger als zehn sicheren Signalen reicht meist die AS-i-Power24V-Variante aus: Hier stellt die interne Datenentkopplung des Basis Monitors für den AS-i-Strang insgesamt 500mA Strom bereit. Das externe Netzteil wird damit verzichtbar. Eine typische Anwendung für den Safety Basis Monitor für kleine Applikationen ist der Einsatz als Kopfstation bei der Drehzahlüberwachung. In Kombination mit den Drehzahlwächtern von Bihl+Wiedemann können ohne zusätzliches AS-i-Netzteil bis zu acht, mit zusätzlichem AS-i-Netzteil bis zu 40 sichere Achsen ausgewertet werden. Die Eingänge sind in solchen Applikationen zur Verarbeitung von Muting-Signalen der Steuerung und der Rückführkreise im Sicherheitsprogramm zuständig.
AS-i Safety at Work für kleine Anwendungen
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