Für die Sensor+Test im Jahr 2010 war das Schwerpunkt-Thema die Energieeffizienz, für 2011 lautet das Motto: \’easy to use\‘. Einfach zu handhaben, das bedeutet einfache, intuitive Bedienung von Messapplikationen, Konzentration auf das Notwendige, klare Bedienerführung usw. Am ersten Messetag wird diesem Messemoto das ganze Forumsprogramm in Halle 12 gewidmet sein. In der Mitgliederpräsentation des Fachpressetags zeigten einige Firmen, wie sie dieses Motto umsetzen wollen. – Einfache Handhabung kommt bereits bei der Sensorik zum Tragen. Die Firma Postberg zeigte hierzu, wie sich Stabsensoren bedienungsfreundlich und gefahrlos unter Prozessbedingungen austauschen lassen. Damit auch Ungeübte eine Montage bzw. Demontage unter Druck durchführen können, entwickelte man eine neue Prozessschnittstelle (PBCOver), die einen Rückschlagschutz, eine Abdichtung gegen den Prozess sowie eine positionierbare Fixierung beinhaltet (Bild 3). – Von Eltrotec kommt ein True Color-Farbsensor in einer neuen Baureihe (Serie T), der Werte aus dem RGB- und L*a*b-Farbraum erkennt. Über Folientasten lassen sich drei verschiedene Farben einlernen, wobei eine weitere Zusatztaste eine fünffache Toleranzanpassung pro Farbe ermöglicht. Der Sensor erhält nach dem Sommer weitere Intelligenz, die über Zusatztasten zugänglich wird und die Einstellung auf z.B. matte oder glänzende Oberflächen ermöglicht. In der Messtechnik sind häufig komplexe Aufgabenstellungen zu bewältigen, sodass ein \’easy to use\‘ erwünscht ist. Amotronics und Additive zeigten hier Beispiele. – Amotronics stellte eine neue Generation von Transientenrekordern vor (Saturn-Serie), die modular aufgebaut sind, maximal 1GByte Speicher pro Kanal besitzen sowie durch Lichtwellenleiter galvanisch entkoppelt sind. Entscheidend für die Benutzerfreundlichkeit ist hier die Bedienoberfläche, deren Gestaltung hinsichtlich Bedienelementen und Funktionsumfang auf den Benutzer zugeschnitten werden. – Den Schwerpunkt auf experimentelle oder automatisierte Messsaufgaben am Prüfstand oder mobilem Einsatz legen imc Messsysteme mit ihrem Partner Additive. Das neue Messsystem (Cronosflex) nutzt die Basis von Standardkomponenten, um unterschiedlich komplexe Messaufgaben zu bewältigen, wobei zentraler oder dezentraler Aufbau gleichermaßen möglich ist. Auch bei diesem Messsystem wird der entscheidende Produktivitätsfortschritt über die Software erreicht, die neben der Bedienoberfläche den gesamten Messprozess umfasst und eine komplette Automatisierungsumgebung umfasst (Bild 1). Sensor Innovationspreis Für den Sensor Innovationspreis gab es mit 55 Anmeldungen die gleiche Anzahl wie im Vorjahr – mit dem Unterschied, dass die Zahl der Auslandsanmeldungen um die Hälfte auf elf Meldungen zurückging. Der Jury-Vorsitzende Prof. Dr. Andreas Schütze betonte deshalb in seiner Ausführung, dass es sich bei diesem Preis um einen internationalen Preis handelt, und ermuntere ausländische Firmen und Instutionen ausdrücklich zu einer Teilnahme. In die engere Wahl hat die Jury drei Nominierungen für den Preis genommen: 1. 3D-Sensoren mit Mehrwellenlängen-Holografie, … mit denen sich robuste digital-holografische Inline-Messsysteme bilden lassen, die sich für die 100%-Qualitätskontrolle von z.B. funktions- und sicherheitsrelevanten Bauteile im Automobilbau eignen. 2. Schlaues Pflaster zur Nierenfunktionsbestimmung, … das die Bestimmung der Filtrationsleistung der Nieren ohne Blut- oder Urinabnahme und labortechnische Untersuchung ermöglicht. 3. Eine spezielle ZIM-Druckmesssonde, … die zur Regulierung der Wasserversorgung von Blättern wachsender Pflanzen eingesetzt wird. Dabei gelangen die Daten in Echtzeit mittels Telemetrie an eine Basisstation mit integriertem GPRS-Modem, sodass eine weltweite Überwachung im Internet erfolgen kann. Man sieht, dass die Einreichungen aus ganz unterschiedlichen Bereichen (Industrie, Medizin, Landwirtschaft) erfolgen, die jeweils nur für bestimmte Teile der Fachpresse interessant sind. Innovation beim Innovationspreis? Was geschieht mit den anderen Einreichungen für den Innovationspreis? Einen kleinen Stein brachte das SPS-Magazin mit der Anfrage ins Rollen, ob man nicht mehr als einen einzigen Preis vergeben könnte, zumal nach eigener Darstellung von Dr. Andreas Schütze bereits die Nominierung für einen Preisträger schwer fällt. Rückmeldungen zweier Firmen gehen in eine ähnliche Richtung. Wichtig wäre dabei nicht nur, wer einen Preis gewinnt, sondern auch eine kurze Beschreibung der Einreichungen, aus denen dann die Fachpresse eine gezielte Präsentation vornehmen könnte. Es scheint auch den Firmen, die Einreichungen vorgenommen haben, nicht bekannt zu sein, nach welchen Kriterien eine Nominierung vorgenommen wird. Außerdem besteht ein großes Interesse daran zu erfahren, warum z.B. eine Nominierung nicht erfolgte. Von Seiten des SPS-Magazins aus sollte auch geprüft werden, ob verschiedene Preiskategorien sinnvoll wären, z.B. für bestimmte Messgrößen (geometrisch, mechanisch, dynamisch/zeitabhängig, optisch, thermisch, klimatisch usw.), chemische oder biologische Sensoren, Multifunktionssensoren sowie Mess- und Prüftechnik. Trends in der Sensorelektronik Der AMA-Fachpressetag bot auch den Ausblick auf einige Trends in der Sensorik und Messtechnik. Von den Messsystemen wird gefordert, dass sie den ganzen Messprozess abbilden. Neben einer geeigneten Bedienoberfläche gehören hierzu Messverstärkereinstellung, Datenerfassung, Speicherung, Visualisierung und Messdatenauswertung. Außerdem erleichtert eine Simulation die Überprüfung des Gesamtsystems. An neuen Anforderungen treten drahtlose Datenübertragung, multimediale Darstellung und Internetpräsenz hinzu. Das Ganze soll einfach an entsprechende Aufgabenstellungen anpassbar sein und sich gegebenenfalls in ein Gesamtsystem einbetten lassen. Das Ziel bildet ein preiswertes und einfach zu bedienendes Messsystem, ohne das der Endanwender großen Aufwand für die Messaufgabe betreiben muss. Energieernte Am Anfang eines weitreichenden Einsatzes steht die Energieversorgung für drahtlose Sensorik, z.B. über die Umwandlung von Wärme in Strom (Thermoharvesting), wie sie von Micropelt vorgestellt wurde. So könnten viele Prozesse genauer und damit effizienter gefahren werden, wenn aktuelle Prozessdaten lückenlos vorlägen. Verbessern ließe sich zum einen die Energieeffizienz von Maschinen und Anlagen, zum anderen ließen sich Wartungskosten reduzieren und Betriebsausfälle vermeiden, da immer der aktuelle Zustand vorläge. Mithilfe der Funksensorik könnte eine enorme Anzahl von Maschinen und Anlagen vor Ausfall, Fehlfunktion und überflüssiger Wartung geschützt werden, batteriegestützte Sensoren würden zum Großteil durch autarke Systeme ersetzt, die sich ihre Energie aus ihrer Umgebung holen. (ghl) Kasten: SENSOR+TEST 2011 Die Messtechnik-Messe The Measurement Fair Nürnberg, Germany 7. – 9. Juni 2011 Vom Sensor bis zur Auswertung: Die gesamte messtechnische Systemkompetenz für die Mess-, Prüf- und Überwachungsaufgaben aller Branchen.
AMA Sensorik-Fachpressetag 2011
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