
Bundeswirtschaftsministerin Reiche warnt: „Unsere Industrie blutet aus. Die Deindustrialisierung beschleunigt sich.“ Jane Enny van Lambalgen, CEO von Planet Industrial Excellence, bestätigt: „Diese Entwicklung erlebe ich bei meinen Einsätzen im Mittelstand beinahe täglich.“ Ihrer Beobachtung nach ist jedoch nicht allein die Energiekrise das Problem, sondern ein „ganzes Bündel an Bürden, das den weiteren wirtschaftlichen Erfolg der mittelständischen Wirtschaft gefährdet.“ Laut van Lambalgen führen Bürokratie, hohe Energiepreise, Fachkräftemangel, steigende Kosten der Digitalisierung und KI-Risiken sowie globale Unsicherheiten zu einer „spürbaren Erosion der Wettbewerbsfähigkeit“. IO-Link hat deutlich mehr zu bieten als die bekannten Vorzüge. Dieser Fachartikel zeigt mit Beispielen aus der Praxis, wie Anwender sämtliche Vorteile der digitalen Schnittstelle nutzen. Das funktioniert ohne grossen Trainingsaufwand: Selbst Einsteiger ohne Vorkenntnisse können dank kostenfreiem Baumer How-to-Tutorial IO-Link Geräte schon nach 80 Minuten in die SPS integrieren. ‣ weiterlesen
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Sie betont, dass diese Belastungsfaktoren sich gegenseitig überlagern und verstärken. So klagt sie, Bürokratielasten nähmen trotz Versprechen kontinuierlich zu: Statt Dokumente zu reduzieren, müssen Unternehmen immer mehr Nachweise erbringen und Meldungen abgeben, oft auf Kosten von Innovation und Produktivität. Energiepreise gelten schon lange als großer Wettbewerbsnachteil; zahlreiche Industriebetriebe berichten, sie hätten ihre Produktion verkürzt oder würden ihre globale Konkurrenzfähigkeit bedroht sehen. Bei all dem ist der Fachkräftemangel eine Wachstumsbremse: Viele Mittelständler leidet darunter, verlorene Mitarbeiter durch Renteneintritte sind nicht adäquat ersetzbar.
„Seit Jahren stehen die überbordende Bürokratie, die Energiefrage und der demografische Faktor im Raum, aber ein Gegensteuern ist nicht zu erkennen“, klagt van Lambalgen. Zugleich sorgt sie sich um Investitionen: Finanzierungsbedingungen verschärfen sich durch höhere Zinsen, strengere Eigenkapitalanforderungen und zusätzliche regulatorische Hürden – all das mache Fremdkapital für viele Unternehmen schwer oder teuer zugänglich. Auch die Digitalisierung und der Einsatz von KI bieten Chancen, bleiben aber oft riskant. Van Lambalgen nennt Datenschutz und unklare Regulierungen als Gründe, warum viele Unternehmen zurückhaltend sind. Kleine und mittlere Firmen hätten das Nachsehen, weil sie die aufwendige Rechtslage kaum stemmen könnten.
Für sie ist klar: Hochgerüstete Risiken, hausgemachte Probleme und fehlende politische Konsequenz führen zu einer „strukturellen Mehrbelastung enormen Ausmaßes“. Und sie warnt: „Wenn sich nichts Wesentliches ändert, wird sich die mittelständische Wirtschaft in Deutschland nie mehr erholen.“















